Schritt 1: Finde heraus, wo und wie du leben willst.

»Lage – Lage – Lage« riefen unsere Eltern und trumpften die Makler. Gemeint ist eine lukrative Investition an einem begehrten Standort, der an Wert gewinnt. Eine gute Überlegung. Wir waren offen für alles und suchten etwa 6 Jahre ein Haus quer durch den Kölner Raum, unsere Heimatstadt. Wir fanden nichts, was uns so sehr gefiel, dass wir unser damaliges Zuhause aufgeben wollten.
Wir wohnten seit 2009 zur Miete in einem kleinen, schnuckligen Bauernhaus von ca. 1850 auf dem platten Land zwischen Düsseldorf und Köln. Mit Kohlekraftwerken am Horizont und Lastwagen, die Tag und Nacht durch unseren Ort brettern. Die Umgehungsstraße ist bisher nur ein geflüsterter Traum. Meine Freundinnen aus Köln wollten hier (Zitat) »nicht tot über’m Zaun hängen«. Wir schon.
Denn wir lernten während unserer erfolglosen Suche, dass wir in unserem quirligen Dorf bleiben wollten. Mit seinen Festen und unseren Freunden und Mathilde, dem Pferd, das ich reiten darf. Hier sollte unser damals siebenjähriger Sohn Nicolas auch weiterhin aufwachsen und in seinem Fußball Verein spielen. Unsere ideale »Lage« war genau hier.
Aber auch hier war es schwer, etwas Passendes zu finden. Die guten Gelegenheiten gingen unter der Hand weg oder lagen in umliegenden Dörfern weit ab vom Schuß. Nur der »Schrott« schaffte es bis ins Internet. Trostlose, kaputte Häuser, die wir ohne ausreichend handwerkliches Können zu besitzen teuer und aufwendig sanieren müssten. Außerdem hätten wir wieder mit Kompromissen leben müssen. Während unserer sechsjährigen Suche hatten wir viele schöne Wohnideen gesehen, die wir gerne kombinieren wollten. Das hieß also Neubau. Wir suchten ein Grundstück, mit oder ohne Altbestand, worauf wir dann genau das Haus bauen konnten, das zu uns passt.
Unsere Freunde suchten fleißig mit. Und endlich fanden wir ein 600 qm großes Grundstück in einer ruhigen Seitenstraße zwischen Friedhof und dem besten Erdbeerbauern. Es war wirklich ein Glücksgriff.
Das Abenteuer Hausbau konnte beginnen.