Wir, Familie Stegelitz

Das sind Lars, Cecilia, Nicolas und unser kleiner Streichelzoo: Die Katzengeschwister Susi und Pippa und Jack, Nicolas‘ Bartagame.

Lars ist leidenschaftlicher Softwareentwickler. Cecilia, die Autorin dieser Seite, war bis zu Nicolas‘ Geburt Regisseurin und arbeitet, wenn sie nicht gerade auf der Baustelle rumspringt oder an diesem Blog schreibt oder im Reitstall ist oder Aschenputtel-Tätigkeiten im Haushalt verrichtet, an einem Drehbuch.

Nicolas ist erklärter Schulverweigerer. Das weiß er ungefähr seit der 3. Woche in der ersten Klasse. Er angelt lieber, spielt Fußball, zockt oder trainiert den Backflip auf seinem Trampolin. Das muss natürlich auch mit umziehen und wir brauchen einen großen Teich für große Fische.

Warum bauen wir ein Haus? Wir wohnen gerne in unserem alten Bauernhaus nördlich von Köln in Rommerskirchen. Es ist kuschelig, hat einen lauschigen Garten und Besucher sind immer erfreut, wie schön wir leben.

Aber wir wohnen zur Miete. Jeden Monat verlieren wir Geld. Wir konnten uns überlegen, ob wir weiter unseren Vermieter glücklich machen oder ob wir Nicolas etwas hinterlassen, das er entweder bewohnen, vermieten oder wieder zu Geld machen kann. Die Entscheidung fällt nicht wirklich schwer, wenn man die Möglichkeiten dazu schaffen kann, oder?

Nach mehrjähriger Odyssee fanden wir 2023 endlich ein Grundstück nur ein paar Straßen weiter in unserem Ort, ein echter Glücksfall. Ein Haus aus den 70ern stand darauf. Wir zogen in Erwägung, es umzubauen, aber schnell wurde klar, dass daraus nicht das Haus werden konnte, das uns vorschwebte.

Ein Haus zu bauen, ist ein Abenteuer. Wir begaben uns auf unbekanntes Terrain. Wir hatten noch nie mit solchen Geldsummen jongliert und uns vertraglich gebunden. Bisher waren wir vogelfrei. Wir hätten jederzeit nach Amsterdam oder Neuseeland ziehen können. Stattdessen stand uns jetzt der längste Weg zum neuen Haus bevor, den man sich aussuchen kann: Abriss, Tiefbau, Keller, Haus, Garten nicht zu vergessen.

Schnell merkten wir, dass manches teurer wurde, als wir es kalkuliert hatten, und dazu schossen immer wieder neue Kostenpunkte wie Pilze aus dem Boden.

Jedes Telefonat warf neue Fragen auf, führte zu neuen Aufgaben und auch Ausgaben, die der Bauherr und die Bauherrin tätigen mussten. Die Wahl der richtigen Partner war entscheidend. Aber du kannst den Leuten nicht hinter die Stirn gucken. Eine Bauchlandung war leider dabei, der Abrissunternehmer. Der Rest war Zucker!